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1550
Politik und Weltgeschehen
- Der Kaiser Karl V. beruft einen Reichstag zu Augsburg ein, welcher sich bis ins Jahr 1551 hinein erstrecken sollte
- Gründung von Helsinki
- Das erste Buch in slowenischer Sprache wird in Tübingen gedruckt
- 2. April: Wilhelm Zepper, reformierter Theologe († 1607)
- 25. Mai: Kamillus von Lellis, italienischer Ordensgründer und ein Heiliger († 1614)
- 26. Mai: Fabian I. von Dohna, Feldobrist und Söldnerführer, Hofmarschall und Abgesandter
- 27. Juni: Karl IX., König von Frankreich 1560: 1575 († 1575)
- 16. Juli: Matthia Ferrabosco, italienischer Komponist († 1616)
- 31. Juli: Jacobus Gallus, Komponist und Sänger († 1591)
- 30. September: Michael Maestlin, Deutscher Mathematiker und Astronom († 1631)
- 4. Oktober: Karl IX., König von Schweden († 1611)
- 23. Oktober: Maria Andreae, deutsche Apothekerin, Armen- und Krankenpflegerin
- 28. Oktober: Stanislaus Kostka, Heiliger der Katholischen Kirche († 1568)
- John Napier, schottischer Denker und Mathematiker († 1617)
- Ludovico Zacconi, italienischer Musiktheoretiker (†1623)
- um 1550: Henry Barrowe, englischer Puritaner († 1593)
- um 1550: Willem Barents, niederländischer Seefahrer († 1597)
- 22. Februar: Francesco III. Gonzaga, ältester Sohn des Herzogs Federico II ( - 1533)
- 7. März: Wilhelm IV., Herzog von Bayern ( - 1493)
- 5. November: Ulrich, Herzog von Württemberg ( - 1487)
- 5. Dezember: Lorenz Fries, Würzburger fürstbischöflicher Rat, Historiker und Chronist ( - 1489)
- 20. Dezember: Matthias Greitter, Kantor und Komponist ( - um 1495)
ko:1550년
Kategorie:1550
Reichstag zu AugsburgEin Reichstag zu Augsburg wurde besonders von Herrschern aus dem Hause Habsburg gerne abgehalten. Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation fanden seit dem 12. Jahrhundert, aus den Hoftagen des Kaisers hervorgegangen, Reichstage statt. Sie entwickelten sich zu einer festen Rechtsinstitution. Drei Gruppierungen bestimmten außer dem Regenten das Geschehen: Kurfürsten, Fürsten und (später) die Vertreter der Reichsstädte. Augsburg war als Bischofs- und Reichsstadt mehrfach Gastgeber der Reichsstände.
Im 16. Jahrhundert konzentrierten sich mehrere Reichstage in der Stadt am Lech.
Davon sind zwei besonders hervorzuheben:
- 1530 Reichstag unter Kaiser Karl V.: Verlesung des "Augsburger Bekenntnisses" (Confessio Augustana).
- 1555 Reichstag unter König Ferdinand I.: Augsburger Religionsfriede
Hintergrund
Ein Zusammenhang dieser häufigen Tagungen mit den Finanzproblemen der Habsburger Kaiser ist nicht von der Hand zu weisen. Kaufmannsgeschlechter wie die Fugger und Welser, die im Handel gut verdienten und mit Krediten Herrschern unter die Arme griffen, konnten auch die mit einem Reichstag verbundenen Kosten und Belastungen für die Freie Reichsstadt abfedern. Die heimischen Wirtschaftsmagnaten hatten Kontakte zu Kaiser und Papst, zu weltlichen und geistlichen Fürsten. Augsburg war zu jener Zeit eine Weltstadt, in der Politik gemacht wurde.
Auch die Lage an Poststraßen war bei der Wahl eines Reichstagsortes ein Kriterium. Die Vernetzung der Handelshäuser (Zentrale zu ihren Niederlassungen) ließ einen reichen Strom von kaufmännischen wie politischen Informationen nach Augsburg fließen.
Hof- und Reichstage zu Augsburg
Die folgende Übersicht stellt Tagungen in der schwäbischen Metropole und Informationen über das jeweilige Geschehen dar. Sie erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Der Übergang des Begriffes "Hoftag" zum Begriff "Reichstag" war fließend; einschließlich 11. Jahrhundert ist nachfolgend einheitlich „Hoftag“ verwendet.
König Berengars II. Missachtung seines seit 940 bestehenden Lehnsverhältnisses mit Otto I. und eine Hilferuf der Witwe von Berengars Vorgänger Lothar, Adelheid, veranlassten Otto zu seinem ersten Italienzug. In Pavia lässt er sich als König der Franken und Langobarden huldigen und belehnt auf dem Hoftag von Augsburg am 7. August 952 Berengar mit Italien. Berengar und dessen Sohn Adalbert behielten ihre italienische Königswürde, wurden jedoch Vasallen Ottos und mussten die Marken Verona und Aquileja abtreten, die mit dem Herzogtum Bayern vereinigt wurden.
Zweites wichtiges Ergebnis dieses Hoftages ist die Verurteilung des Grafen Guntram (genannt "der Reiche") wegen Hochverrats. Der Grund hierfür ist nicht bekannt. Guntrams Besitz im Thurgau, in der Rheinebene, im Elsass und im Breisgau wurde eingezogen und dem Königsgut einverleibt. Unmittelbar nach Guntrams Verurteilung vergab der König an das Kloster Einsiedeln Teile der konfiszierten gräflichen Güter im Breisgau.
1040 versuchten auf einem Hoftag italienische Fürsten und Große, gegen Bonifaz I., Markgraf von Tuszien und Canossa, der seine Hausmacht in Oberitalien ausbaute, vorzugehen. Sie konnten sich aber bei Kaiser Heinrich III., der in Bonifaz einen wichtigen Parteigänger hatte, nicht durchsetzen.
Der Investiturstreit mit Papst Gregor VII. war entbrannt. Der Papst exkommunizierte Heinrich IV. am 22. Februar 1076 und erklärte ihn für abgesetzt. Zuvor hatte Heinrich IV. den aus seiner Sicht unrechtmäßig an die Macht gekommenen Papst seinerseits für abgesetzt erklärt.
Die bestehende Fürstenopposition zwang darauf hin Heinrich zum Versprechen des Gehorsams und der Genugtuung gegenüber dem Papst. Die Fürsten drohten mit der Wahl eines Gegenkönigs, sollte Heinrich nicht innerhalb eines Jahres vom Bann gelöst werden.
Für den 2. Februar 1077 wurde ein Hoftag nach Augsburg einberufen, zu dem auch Papst Gregor VII. eingeladen wurde. Heinrich kam der drohenden Vereinigung von Fürstenopposition und Papsttum zuvor, indem er Gregor entgegen reiste. Der Gang nach Canossa endete nach zähen Verhandeln mit der Aufhebung des Banns; Gregor behandelte Heinrich in der Folge als König. Vermutlich ist dieser geplante Reichstag in Augsburg entfallen, Papst Gregor reiste jedenfalls nicht nach Augsburg.
Ungeachtet der Einigung von Canossa wählte die Fürstenopposition den Schwabenherzog Rudolf von Rheinfelden am 15. März in Forchheim zum neuen König. Der wiederum anerkannte die kanonische Wahl der Bischöfe und verzichtete auf die Erblichkeit der Königswürde. Damit schienen Papst und Fürsten den Sieg davongetragen zu haben. Heinrich gab sich jedoch damit nicht geschlagen und nach dem Tod seines Gegners Rudolf erstarkte er wieder zunehmend.
Dieser Hoftag wurde von Konrad III. einberufen, um die Übermacht des Welfen Heinrichs des Stolzen zu brechen. Heinrich konnte sich bei der Königswahl 1137 zwar nicht gegen Konrad durchsetzen, hatte jedoch als Herzog von Bayern, Sachsen und Tuszien eine Konrad gefährdende Machtfülle. In Augsburg verlangte Konrad von Heinrich die Herausgabe eines der beiden deutschen Herzogtümer. Heinrich verweigert Herausgabe und Huldigung.
Auf dem Hoftag zu Würzburg im Herbst des selben Jahrs wurde Heinrich der Stolze wegen Hochverrats verurteilt und verfiel der Acht. Beide Herzogtümer werden ihm entzogen und Sachsen an Albrecht den Bären, Bayern an Leopold IV., Markgraf von Österreich, gegeben.
leider keine weiteren Angaben
Im Jahr zuvor war es während des Reichstags von Besancon zum Eklat gekommen: In einem Brief Papst Hadrians IV., in dem er gegen das kaiserliche Verhalten nach der Gefangennahme Erzbischofs Eskils durch kaiserliche Parteigänger protestierte, wurde das Kaisertum (eher beiläufig) als "beneficium" bezeichnet. Die Legaten des Papstes mussten das Land verlassen und in einem Antwortbrief verwahrte sich Friedrich gegen jede lehnsmäßige Abhängigkeit des Kaisers vom Papsttum.
Hadrian erhält vom deutschen Episkopat keinerlei Unterstützung für sein Vorgehen und lässt auf dem Hoftag von Augsburg ein Schreiben verlesen, in dem er beteuert, das Wort "beneficium" bedeute "Wohltat" (bonum factum) und nicht "Lehen" (feudum).
Auf dem selben Hoftag kam es zum sogenannten "Augsburger Schied", in dem Kaiser Friedrich I. Barbarossa am 14. Juni 1158 Herzog Heinrich dem Löwen im Streit mit Bischof Otto I. von Freising das Recht erteilte, eine Zollbrücke über die Isar am Ort "ad Munichen" zu betreiben, aus dem sich später München entwickeln sollte.
Heinrich hatte zuvor eine bischöfliche Brücke in Feringa (Oberföhring) abreißen lassen und die Berchtesgadener Salzhändler auf ihrem Weg nach Norden und Westen über seine eigene, wenige Kilometer weiter südlich gelegene Brücke gelotst.
Friedrich billigt Heinrichs Vorgehen, erlegt diesem aber auf, als Ausgleich für die Aufhebung der Markt-und Zollrechte Feringas dem Freisinger Bischof ein Drittel der Zolleinnahmen abzugeben.
Im Anschluss an den Hoftag brach Friedrich I. Barbarossa zu seinem zweiten Feldzug in das unruhige Italien auf.
Die Auseinandersetzung mit dem welfischen Herzog von Bayern und Sachsen, Heinrich dem Löwen nach dessen Treuebruch im Jahr 1176 dauerte an. Kaiser Friedrich I. Barbarossa hatte für Mitte September 1179 einen Hoftag nach Augsburg einberufen, um nach seinem Kurswechsel gegenüber der aggressiven Politik Heinrichs des Löwen die süddeutschen Fürsten auf ihre Treue zum Reich einzuschwören. Um Heinrich im Süden in seinem Herzogtum Bayern und bei dessen Nachbarn zu isolieren, blieb der Kaiser bis zum Jahresende im Süden und pflegte enge Kontakte mit den dortigen Fürsten. In Lüneburg feierte unterdessen Heinrich der Löwe pompös das Weihnachtsfest 1179, um zu signalisieren, dass die auf dem Hoftag von Magdeburg im Juni 1179 verkündete Reichsacht ihn nicht kümmere.
König Philipp von Schwaben war es im Thronstreit mit Otto IV. seit 1204 zunehmend gelungen, wichtige Anhänger des Welfen auf seine Seite zu ziehen und so seine Position im Reich und gegenüber Papst Innozenz III. entscheidend zu stärken. Schließlich war es ihm 1207 gelungen, auch gelungen mit König Ottokar I. Přemysl von Böhmen ein Bündnis zu schließen, das auf dem Hoftag durch die Verlobung von Philipps Tochter Kunigunde mit Ottokars Sohn Wenzel besiegelt wurde.
Ludwig dem Kelheimer, Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein, wurde auf diesem Hoftag im Juli von Kaiser Friedrich II. das Amt des Reichsgubernators übertragen.
Friedrich hatte bereits 1220 seinen neunjährigen Sohn Heinrich (VII.) zum König wählen lassen. Für den Minderjährigen führte während der häufigen Abwesenheit des Kaisers ein Regentschaftsrat die Geschäfte. Engelbert I., Erzbischof von Köln dominierte darin. Nach seiner Ermordung bestellte Friedrich den Bayernherzog Ludwig zum Vormund und Reichsgubernator. Bereits zwei Jahre später entledigte sich Heinrich am 25. Dezember 1228 allerdings der Vormundschaft Ludwigs und regierte selbstständig.
Nach seiner Exkommunikation durch Papst Innozenz IV. im April 1251 ernannte König Konrad IV. im Juni bei einem Reichstag Herzog Otto II. von Bayern zu seinem Stellvertreter.
Auf dem Hoftag wurde über Premysl Ottokar II., König von Böhmen, die Reichsacht verhängt, weil er sich weigerte, unberechtigt in Besitz genommene Reichsgüter zurückzugeben.
Der 1273 gewählte König Rudolf I. erklärte zu seinem wichtigsten ziel, die seit der Absetzung Friedrichs II. durch den Papst 1245 unter fremde Herrschaft des Reiches gekommene Rechte und Güter des Reiches zurückzugewinnen. Rudolf forderte deshalb auf den Hoftagen von Speyer 1273 und Nürnberg 1274 die Rückgabe sämtlicher Reichsgüter.
Ottokar hatte nach dem aussterben der Babenberger und einem siegreichen Konflikt mit den Staufern 1251 das Herzogtum Österreich in Besitz genommen. 1260/1261 hatte er zusätzlich das Herzogtum Steiermark, 1269 Kärnten und Krain erworben.
Nach der Wahl Rudolfs, deren Rechtmäßigkeit er immer wieder anzweifelte, verweigerte er die Huldigung gegenüber Rudolf und ebenso die Rückgabe seiner unrechtmäßig in Besitz genommenen Reichsgüter.
Daher wurden Ottokar am 24. Juni 1275 alle Reichslehen, das Schenkenamt und die österreichischen Länder aberkannt und die Acht über ihn verhängt.
Auf diesem Hoftag wurde auch erstmals in einem Reichsdokument die Siebenzahl der Königswähler (bei königlicher Anerkennung des Wahlrechts des Herzogs von Bayern) erwähnt. Der Schwabenspiegel (1275/76) wich daraufhin an den entsprechenden Stellen vom Sachsenspiegel und vom Deutschenspiegel ab und normierte die Exklusivität der Königswähler. Den Herrscher sollten nunmehr sieben Personen wählen: drei Geistliche und vier Laien, darunter der Herzog von Bayern, aber noch nicht die späteren Kurfürsten. Weitere Fürsten wurden nicht mehr erwähnt.
Zudem baten Augsburger Bürgersprecher Rudolf I. um Genehmigung einer erweiterten Stadtrechtsaufzeichnung, die von ihm 1276 als deutschsprachiges Stadtrechtsbuch verliehen wurde.
König Rudolf I. belehnte auf dem Hoftag am 17. Dezember 1282 seine Söhne Albrecht und Rudolf "zur gemeinsamen Hand" mit den Herzogtümern Österreich und Steiermark und erhob sie in den Reichsfürstenstand. Damit wurde die Grndlage der habsburgischen Herrschaft geschaffen.
Den Reichstag beschäftigten zumeist Finanzierungsfragen und Lastenverteilung im Zusammenhang mit den Türken, die seit 1471 in der Steiermark einfielen.
Zudem ließ Kaiser Friedrich III. für den Reichstag sein etwa 1.000 Personen starkes Gefolge neu einkleiden. Das Haus Fugger stundete die Rechnung und bekam dafür das kaiserliche Wappen mit den beiden Lilien verliehen.
Neben der erneut auf der Tagesordnung stehenden Frage der Reichshilfe gegen die Türkengefahr verhängte der Kaiser Friedrich III. am 27. Mai über Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz wegen der Weißenburger Fehde die Reichsacht.
Da der Kaiser seine in Augsburg angefallenen Kosten nicht bezahlen konnte, wurde er von Gläubigern an der Abreise gehindert. Die Gesandtschaft aus Köln löste ihn aus.
- Der Reichstag wurde am 10. April eröffnet.
- Die Errichtung des Reichsregiments, einer Art ständischer Reichsregierung, an deren Zustimmung die Regierungsmaßnahmen des Kaisers gebunden sein sollten, wurde beschlossen. Wie sich im weiteren historischen Verlauf zeigte, setzte sich diese vom Kaiser kühl aufgenommene Neuerung nicht durch und wurde von ihm keine zwei Jahre später aufgelöst.
- Zur Durchführung der Reichsexekution gegen Landfriedensbrecher wie auch zur Vollstreckung der Reichskammergerichtsurteile schuf der Reichstag eine Reichsexekutionsordnung. Das Reich wurde hierzu in sechs, später zehn, überterritoriale Verwaltungseinheiten (Reichskreise) geordnet. Der Reichstag von Trier/Köln bestätigte und ergänzte 1512 die Reichsexekutionsordnung.
- Der Maler Hans Burgkmair der Ältere knüpfte am Rande des Reichstags die ersten Kontakte zu Kaiser Maximilian I., was später zu Aufträgen führt.
- Handwerker zeigten ihren Wohlstand in diesen Jahren durch das Tragen luxuriöser Kleidung, so dass sie äußerlich nur schwierig von Adligen unterscheidbar waren. Auf den Reichstagen zu Freiburg (1498) und Augsburg (1500) wurden die Handwerksknechte deshalb ermahnt: "auch kein Gold, Silber, Perlin, Sammet, Seyden, Schamlot noch gestückelten Kleider anzutragen."
Auf Initiative von Kaiser Maximilian I. gewährte der Reichstag Landsknechten das Recht, sich nach eigenem Gutdünken zu kleiden.
Der Reichstag wurde im Stadtpalast von Jakob Fugger abgehalten. Hamburg wurde vom Reichstag zur Reichsstadt erklärt. Diese Erklärung wurde von Dänemark nicht anerkannt.
Hamburg neigte grundsätzlich zur Ansicht, Teil der holsteinischen Landesherrschaft zu sein. Diese Meinung vertraten auch die dänischen Könige, die dort 1460 die Schauenburger Grafen abgelöst hatten. Kaiser und Reichstag hingegen maßen dem Ort an der Elbe den Status einer freien und unmittelbaren Reichsstadt zu.
Ulrich von Hutten wurde von Maximilian I. auf dem Reichstag zum poeta laureatus gekrönt und zum kaiserlichen Orator ernannt.
- Martin Luther wurde zu einem Verhör über seine Thesen nach Augsburg zitiert, wo der Kaiser einen Reichstag abgehalten hatte und bereits abgereist war. Die Gespräche Luthers fanden vom 12. Oktober bis 14. Oktober im Stadtpalast der Fugger statt. Der Mönch verweigerte unter Berufung auf das Evangelium vor dem Kardinallegaten Cajetan, dem päpstlichen Gesandten, den Widerruf seiner 95 Thesen und lehnte den Vermittlungsversuch des päpstlichen Kammerherrn Karl von Miltitz ab. Einer drohenden Verhaftung entzog sich Luther durch nächtliche Flucht.
- Im Mittelpunkt des Reichstags (vom Juli bis Oktober) standen Bemühungen, die Wahl des Kaiserenkels Karl von Spanien zum Nachfolger von Maximilian I. zu sichern, was aber fehlschlug. (Maximilians einziger Sohn, Philipp I. von Kastilien war 1506 gestorben.)
- Zwar wurden die Gravamina (drückende Lasten) der deutschen Nation gegen den Heiligen Stuhl auf die Tagesordnung gerückt, doch ein Beschluss dazu vertagt.
- Maximilian I. wollte als einziger der christlichen Fürsten die Kreuzzugspläne des Papstes und des Laterankonzils verwirklichen und mit einem Kreuzzugsheer gegen die Muslime anrücken. Doch die Mächte misstrauten sich gegenseitig. Die Reichsstände widersetzten sich zudem dem Ansinnen, eine Türkenzugssteuer aufzubringen, wie dies Kardinal Cajetan forderte. Auch der Aufruf Ulrich von Huttens "Exhortatio ad wincipes Germaniae" zum Türkenkrieg, der ein reichspolitisches Reformprogramm beinhaltete, erzielte keine Resonanz
- Ludwig V. von der Pfalz gelang es, sein Ziel der Aufhebung der Reichsacht gegen die Kurpfalz umzusetzen.
- Dr. Balthasar Hubmaier, ein Domprediger in Regensburg, schaltete sich in die alten Auseinandersetzungen der Donaustadt mit den Juden ein, die unter kaiserlichem Schutz standen. In Predigten geißelte er deren Zinsnahme und Wucher, beschuldigt sie aber auch mit länger bekannten christlichen Vorwürfen wie Christus- und Marienlästerung. Wegen solcher aufrührerischer Predigten musste er sich vor Kaiser Maximilian I. auf diesem Reichstag verantworten.
- Albrecht Dürer ist Vertreter Nürnbergs beim Reichstag. Er porträtiert nebenher außer Adeligen auch den reichsten Mann jener Zeit, den Kaufmann Jakob Fugger.
- Papst Leo X. verlieh dem auf dem Reichstag weilenden Mainzer Kurfürsten Albrecht von Hohenzollern als damals 28jährigem zusätzlich die Kardinalswürde. Albrecht hatte schon früh ein Faible für die Verbreitung seines Bildnisses entdeckt, um auf seine Ämter und seine herausragende Stellung unter den Kurfürsten zu verweisen. Aufgeschlossen zeigte er sich nicht nur gegenüber gemalten Porträts sondern auch gegenüber vervielfältigten Bildnissen im Kupferstich oder als Medaille. Beide Kunstgattungen waren neu und der Kürfürst beförderte deren Entwicklung, als er Albrecht Dürer für einen Kupferstich und Hans Schwarz für eine Bildnismedaille Modell saß. Die auf dem Augsburger Reichstag entstandenen Bildnismedaillen werden gewöhnlich als Beginn der deutschen Medaillenkunst gesehen.
Ein kurzer Reichstag zum Ende des Jahres widmete sich den Spannungen nach dem Bauernkrieg. Während die eine Seite die strikte Durchführung des Wormser Edikts von 1521 forderte, plädierten andere für die Umsetzung kirchlicher Neuerungen. Man einigte sich auch unter Konrad Peutingers Einfluss auf den Kompromiss, in Glaubensfragen die Entscheidung eines Konzils abzuwarten. Die Predigtklausel des 3. Nürnberger Reichstags und die Konzilsforderung wurden wiederholt. Eine Vertagung auf das Folgejahr in Speyer wurde beschlossen.
Siehe auch:
- Konrad Peutinger, Berater von Maximilian I.
- Der Kaiser eröffnete am 16. Juni den Reichstag, nachdem er tags zuvor in Augsburg eingezogen war.
- Die Ausbreitung theologischer Diskrepanzen in den jüngsten Jahren belastete die politische Situation im Reich, weshalb Karl V. die Reformatoren um Darlegungen ihrer Standpunkte gebeten hatte.
- Auf diesem Reichstag bemühte sich Philipp Melanchthon in zähen Verhandlungen um die Anerkennung des protestantischen Bekenntnisses durch die katholische Seite. Das für die reichsrechtliche Existenz des Protestantismus elementare "Augsburgische Bekenntnis", das in den wesentlichen Teilen von Melanchthon stammt, wurde nach Akzeptanz durch den Reichstag auch von Martin Luther akzeptiert. Luther konnte sich zu dieser Zeit wegen seiner Reichsacht nicht nach Augsburg wagen und half seinen Freunden von der Veste Coburg aus brieflich mit seinem Rat.
- Die "Augsburger Konfession" wurde am 25. Juni dem Kaiser überreicht.
- Kaiser Karl V. verlas auf dem Reichstag die katholische Antwort auf die Augsburger Konfession (Confutatio pontificia = päpstliche Widerlegung). Melanchthon überreicht die Apologie, die aber nicht angenommen wird.
- Die Städte Straßburg, Konstanz, Lindau am Bodensee und Memmingen reichten zum Reichstag die "Confessio Tetrapolitana", eine weitere reformatorische Bekenntnisschrift, ein. Sie wird vom Kaiser nicht angenommen.
- Auch das Bekenntnis von Ulrich Zwingli "Fidei ratio ad Carolum imperatorem" wird dem Reichstag vorgelegt.
- Der Reichstag entscheidet ferner, dass auf Druckwerken ab sofort Drucker und Druckort verpflichtend anzugeben sind.
- Das Herzogtum Pommern wird von Kaiser Karl V. Georg I. von Pommern und seinem Bruder Barnim als Reichslehen anvertraut.
- Seinem Bruder, König Ferdinand I. überträgt er das Herzogtum Württemberg als erbliches Lehen.
- Für Geldgeschäfte der Juden mit Christen werden einheitliche Regeln verlesen. Josel von Rosheim unterbindet damit die Billigung einer drohenden Serie antijüdischer Verordnungen, die den Juden Zinswucher und Geldbetrug vorwerfen.
- Es sollte auch das Münzwesen neu geregelt werden. Aus Zeitgründen kam es jedoch nicht dazu, so dass für den 1. April ein besonderer Münztag ausgeschrieben wurde. Als der 1. April kam, fand dieser Münztag dann doch nicht statt. Zahlreiche Spekulanten verloren ihr Geld und wurden Opfer von Schadenfreude.
- Die Constitutio Criminalis Carolina wurde von Kaiser Karl V. zwar auf diesem Reichstag beschlossen, doch erst 1532 auf dem Reichstag in Regensburg ratifiziert und damit Gesetz.
- Der Deutschmeister Walther von Cronberg erhielt von Kaiser Karl V. die hochmeisterliche Würde und wurde – unberechtigt - mit Preußen belehnt, das nicht zum Reich gehörte.
Siehe auch:
- Confessio Augustana, detaillierte Darstellung
- Schmalkaldischer Bund, eine Folge dieses Reichstags
- Matthäus Alber, Vertreter von Reutlingen
- Joachim Camerarius d. Ä.: Confutatio-Nachschrift bildete Grundlage für die Apologie
- Josel von Rosheim, Rechtsanwalt der Juden im Reich
- Johannes Agricola, Mitwirkender an der Confessio Augustana
- Johannes Brenz, auf Melanchthons Seite
- Johannes Eck, Gegner der Reformation
- Martin Bucer, Straßburger Reformator
- Urbanus Rhegius, protestantischer Teilnehmer
- Auf dem "geharnischten" Reichstag scheiterte Kaiser Karl V. mit seinen Plänen zur Niederwerfung des Luthertums und zur Aufrichtung einer starken kaiserlichen Macht in Deutschland. Die Kurfürsten, aber auch die Reichsstände leisteten energischen Widerstand gegenüber den Vorstellungen des Herrschers.
- Der Kaiser erließ das Augsburger Interim, das die in einer Reihe von süddeutschen Städten zu Gunsten der protestantischen Seite durchgeführten Reformen rückgängig machte. Es wurde aber in der kaiserlichen Entscheidung den protestantischen Gläubigen die Priesterehe und der Laienkelch gestattet.
- In Augsburg wie auch anderen Städten wurde die Zunftherrschaft auf kaiserliche Anordnung hin abgeschafft. Zwei Pfleger, unterstützt von einem Rat, verwalteten fürderhin die Stadt.
- Nach jahrelangen Bemühungen wurde vom Reichstag die Baderzunft als "ehrenhafte Zunft" anerkannt.
- Die verabschiedete Polizeiordnung "Der Römisch-Kayserlichen Majestät Ordnung und Reformation guter Policey, zu Beförderung des gemeinen Nutzens" lieferte den neuen Rechtsrahmen, woran sich die Polizeiordnungen der Einzelterritorien des Reiches auszurichten hatten. "Polizei" bedeutete in jener Zeit nicht Polizisten oder eine Behörde sondern "gute Ordnung und Verwaltung" des öffentlichen Lebens. Deren Ziele, Inhalte und Mittel wurden in der jeweiligen regionalen Polizeiordnung konkretisiert.
- Auf dem Reichstag weigerte sich die Stadt Magdeburg, den Katholizismus als einziges Glaubensbekenntnis anzunehmen. (Sie widersetzte sich 1550/1551 erfolgreich der Belagerung durch Moritz von Sachsen, der die über die Stadt verhängte Reichsacht vollstrecken wollte.)
- 1547 beanspruchte der Landeshauptmann Johann Freiherr Ungnad freie Religionsausübung in der Steiermark, blieb mit seinem Ansinnen jedoch erfolglos.
- Die Herrschaft Jever wurde 1548 auf dem Reichstag dem Burgundischen Reichskreis angeschlossen.
- Durch diplomatisches Geschick des nach Augsburg gereisten Bremer Bürgermeisters Diedrich Hoyer kommt es zur Aussöhnung der Stadt Bremen mit Kaiser Karl V.
- Markgraf Johann I. von Brandenburg-Küstrin widersetzte sich dem Kaiser. Johann lehnte das Interim kompromißlos ab und weigerte sich, an der Fronleichnamsprozession teilzunehmen. Er fiel daraufhin beim Kaiser in Ungnade und entging einer Gefangennahme nur durch Fürsprache von König Ferdinand I. und der kaiserlichen Rücksichtnahme auf seinen kurfürstlichen Bruder Joachim II. Hektor. Das Interim machte Johann in seinem Herrschaftsbereich nicht bekannt.
Siehe auch:
- Passauer Vertrag, der das Augsburger Interim 1552 beseitigt
- Julius von Pflug, katholischer Bischof
Der Reichstag behandelte im Kern die gleichen Themen wie 1548 weiter. Die Absichten Karls V., die Wahl Philipps durchzusetzen, scheiterten 1550. Hauptgegner Karls waren sein Bruder Ferdinand und die protestantischen Kurfürsten, die erneut eine Koalition bildeten.
Die Fürsten waren mit den kaiserlichen Plänen unzufrieden. In der Fürstenverschwörung, angeführt von Moritz von Sachsen und Landgraf Wilhelm von Hessen im protestantischen Lager, wurde die Reichs- und Religionspolitik, speziell dessen Erbreichspläne und Angriffe auf die ständische Libertät, zum Stein des Anstoßes. Nachdem sich auch einige katholische Fürsten in der Machtfrage gegen den Kaiser stellten, musste Karl V. seine Pläne aufgeben.
- Zum elften Mal seit 1427 wurden allgemeine unmittelbare Reichssteuern (gemeiner Pfennig) erhoben.
- 1551 erging auf dem Reichstag ein kaiserlicher Erlass, dass alle Zigeuner das Land innerhalb von 3 Monaten verlassen müssten.
- Im 15. Jahrhundert griff das Fälschen von Safran so um sich, dass sogar die Todesstrafe darauf stand. Noch 1551 sah sich der Reichstag veranlasst, ein Gesetz gegen "geschmierten Safran" zu erlassen.
- Eine Reichsmünzordnung wurde zur Reform des Münzwesens herausgegeben. Erstmals wird hier der Kreuzer erwähnt (4 Pfennige sind ein Kreuzer, 60 Kreuzer ein Gulden).
- König Ferdinand I. eröffnete am 5. Februar 1555 den Reichstag. Die Neuordnung der politisch-kirchlichen Verhältnisse stand auf dem Programm. Der Habsburger Ferdinand wollte zwischen dem Kaiser Karl V. und den Reichsständen einen Interessenausgleich herbeiführen.
- Der Augsburger Religionsfrieden kam nach langen Verhandlungen zustande. Das Gesetz vom 25. September 1555 erlaubte den weltlichen Reichsständen die Religionsfreiheit. Untertanen von Fürsten mussten den Glauben ihres Landesherrn annehmen oder konnten anderswohin auswandern. Geistliche Herrscher verloren beim Glaubenswechsel ihre Würden (Geistlicher Vorbehalt). Wer sich zur Augsburger Konfession bekannte, erhielt Frieden und seinen gegenwärtigen Besitzstand zugesichert.
- Der Reichstag bekräftigte früher eingeleitete Reichsreformen wie Ewiger Landfriede, Reichskammergericht (beides auf dem Reichstag zu Worms 1495 beschlossen) und Reichsexekutionsordnung (1512), modifizierte jedoch einige Regelungen. So mussten die Reichskreise nunmehr als kaiserliches Exekutivorgan den Landfrieden sicherstellen. Das Reichskammergericht sollte paritätisch nach den Konfessionen besetzt werden.
- Giovanni de Morone, 1555 päpstlicher Legat auf dem Reichstag, wurde 1557 in den Kerker geworfen, weil er die Rechte der Kirche in Augsburg verraten habe, und bis zu Papst Pauls IV. Tod 1559 gefangen gehalten.
Siehe auch:
- Augsburger Religionsfriede, detaillierte Darstellung
- Westfälischer Friede
- Zaccaria Dolfin, Repräsentant des Papstes
- Paul IV., amtierender Papst mit ablehnender Haltung zum Augsburger Religionsfrieden
Dieser Reichstag wurde geprägt durch Ausgleichsbemühungen zwischen kaiserlich-ständischen und katholisch-protestantischen Vorstellungen.
- Der spätere Kardinal und Fürstbischof von Trient, Ludwig von Madruzzo, hält die Trauerrede auf Kaiser Karl V. beim Reichstag.
- Die Reichsstädte konnten in Gesprächen durchsetzen, dass sie zu den Beratungen der protestantischen Fürsten hinzugezogen werden.
- Es formte und verfestigte sich eine protestantische Ständepartei. Sie wurde vom Gegensatz zwischen Kurpfalz und Kursachsen dominiert. Beide Fürsten forderten die Aufhebung des Geistlichen Vorbehalts. In der Frage der Erzwingung dieses Punktes waren sie jedoch unterschiedlicher Meinung. Während die Kurpfalz vor einer Steuerverweigerung nicht zurückschrecken mochte, bewilligte Sachsen mit seiner Stimme dem Kaiser Geldmittel zum Aufbau einer Grenzverteidigung gegen die Türken.
- Am 19. August 1559 war eine weitere Reichsmünzordnung samt Münzprobationsordnung verabschiedet worden. Trotz der allgemeinen Erkenntnis der Schädlichkeit der damaligen Münzverhältnisse und des allgemeinen Rufes nach einheitlicher Gestaltung des Münzwesens schlossen sich auch dieser Reichsmünzordnung nicht alle Reichsfürsten an.
Die Forderung von Pius V. nach Unterwerfung unter die Beschlüsse des Tridentinischen Konzils begleitete die Beratungen des Reichstags, der andererseits erneut im Zeichen von Ausgleichsbemühungen zwischen kaiserlich-ständischen und katholisch-protestantischen Vorstellungen stand.
Rom war mißtrauisch und vermutete im Reichstag eine potenzielle Gefahrenquelle für den Heiligen Stuhl, falls dort über Glaubensfragen verhandelt würde. Hierfür war nach Auffassung der Kurie ausschließlich ein Konzil zuständig. Die Kirche zapfte im Vorfeld bereits ihr Informationssystem (Nuntiatur, Orden [Jesuiten], Fürstbischöfe und zum Teil katholische Reichsstände) an, um vor Überraschungen gefeit zu sein. Als Nuntius wurde Kardinal Commendone eingesetzt, welcher über gute Kenntnisse des Landes und der Sprache verfügte.
- Das Haus Habsburg führte in Ungarn Krieg mit Johann I. Zapolya von Siebenbürgen. Dieser wurde von den Türken unterstützt, die durch einen Friedensvertrag von 1562 stillhielten. Auch diesmal genehmigte der protestantische Kurfürst August von Sachsen Finanzmittel für Maximilian II., den katholischen Kaiser gegen die Feinde im Südosten.
- Er stellte sich ihm umgekehrt aber bei dessen Vorhaben in den Weg, durch einen Reichstagsbeschluss dem pfälzischen Calvinismus ein Ende zu bereiten. Friedrich III., der pfälzische Kurfürst, hatte sich in einer eindrucksvollen Rede gegen diesen kaiserlichen Plan einer "Ausrottung der calvinistischen Sekte" und die Anschuldigung verwahrt, er entferne sich von den Grundlagen der Augsburger Konfession. Faktisch kam es nun zur Duldung des Calvinismus auch im Reich.
- Die Reichswährung (Dukaten, Taler, Kreuzer) wurde in der so genannten Augsburger Reichsmünzordnung neu geregelt. Für einen Taler gab es jetzt reichseinheitlich 68 Kreuzer (später auf 72 und schließlich auf 90 Kreuzer verändert).
- Die verhängte Reichsacht gegen Wilhelm von Grumbach wegen Landfriedensbruch mit Würzburg wird bestätigt und auf den mit ihm verbündeten Herzog Johann Friedrich von Sachsen ausgeweitet.
- Der Kirchenliederdichter Ludwig Helmbold wird von Maximilian II. auf dem Reichstag mit dem Dichterlorbeer gekrönt.
Siehe auch:
- Friedrich III., den Calvinismus stützender Kurfürst
- Zweites Helvetisches Bekenntnis
- Konzil von Trient
- Der Reichstag gestattete wiederum eine Türkenhilfe durch Steuererhebung bei den Ständen.
- Radkersburg wurde vom Reichstag zur Reichsfestung erhoben.
- Den Protestanten wurde erstmals ein katholische Majorisierung im Fürstenrat bewusst. Als der magdeburgische Gesandte seine Session im Fürstenrat wahrnehmen wollte, drohten die katholischen Gesandten ihr Fernbleiben von der Sitzung an. Vom Kaiser ließ sich der Administrator mit Erklärungen abspeisen und zum Verzicht auf die Teilnahme an weiteren Sessionen bewegen. Dieser Ausschluss eines Bistumsadministratoren wurde ein Präzedenzfall für weitere Reichstage.
- Außerdem musste sich der Reichstag mit der Frage befassen, welche Kompetenzen der Reichserbmarschall in der Stadt eines Reichstags habe. Der Augsburger Rat hatte sich wegen der die städtische Autonomie verletzenden Eingriffe an den Reichstag zur Klärung gewandt. Der Reichserbmarschall konnte unter anderem Einquartierungen in Bürgeranwesen vornehmen und Preise für die Beherbergung und Speisen bestimmen.
- Eine heikle Angelegenheit war weiter die Streitsache, ob auch eine Reichsstadt wie jeder Fürst ihr religiöses Bekenntnis ändern dürfe. 1581 war in Aachen der Große Rat der Stadt mehrheitlich protestantisch geworden. Daraufhin ordnete der Kaiser Rudolf II. (HRR) an, dass alle Protestanten aus Rat und Ämtern entfernt werden mussten.
- Als päpstlicher Legat nimmt Ludwig von Madruzzo am Reichstag teil.
- Neu geregelt wurde die Besetzung im Reichsfürstenrat. Es wurde festgesetzt, welche Fürstenhäuser in den Reichsfürstenrat kamen, die Reichstagsstimme wurde an das Territorium geknüpft (Territorialstaaten). Nach dem Jahr 1582 hinzukommende Fürsten wurden rangniedriger behandelt als die altfürstlichen Häuser. Zu den Neulingen zählten unter anderem die Adelshäuser Auersperg, Fürstenberg, Hohenzollern, Liechtenstein, Nassau, Sayn, Solms, Schwarzburg, Schwarzenberg, Thurn und Taxis, Waldeck und die Fugger.
Außenwirkung
Über das Verhandlungsgeschehen im Rathaus oder anderen Räumlichkeiten sowie Verköstigungen und gesellschaftliche Ereignisse in Patrizierhäusern hinaus zeigte ein Reichstag auch eine nicht zu unterschätzende Außenwirkung auf die Bevölkerung.
Die Rituale
- Einzug des Kaisers nach Augsburg
- Huldigung des Rates und der städtischen Bürgerschaft
- festliche Eröffnung des Reichstags
- öffentliche Auftritte von Kaiser, Fürsten und Gesandten
- Besiegelung des Reichsabschiedes (= gefasste Beschlüsse) [ab dem Jahr 1495]
- Auszug der Delegationen aus der Stadt
waren öffentliche Veranstaltungen mit hohem Publikumsinteresse. Die Einigkeit von Kaiser und Reich wurde hier optisch geschickt präsentiert. Jedermann erhielt Zutritt mit seinem Anliegen zum Kaiser während seines Verweilens in der Stadt. Gemeinsames Auftreten des Regenten und der Reichsstände sollten, trotz bestehender Differenzen gerade in Glaubensfragen seit Luthers Thesenanschlag an der Wittenberger Schloßkirche, gleichwohl eine gemeinsame Verwaltung des Reiches signalisieren.
Ab 1663 ersetzte ein ständiger Gesandtenkongress (Immerwährender Reichstag) mit dem festen Sitz in Regensburg die bis dahin stets wechselnden Tagungsorte.
Literatur
Gottlieb, Gunther (Herausgeber); Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart, Stuttgart, 1984; ISBN 3-8062-0283-4
Kategorie:Augsburg
Kategorie:Deutsche Geschichte (Heiliges Römisches Reich)
Helsinki
Helsinki (finn. [], schwed. Helsingfors []) ist die Hauptstadt von Finnland und der finnischen Landschaft Uusimaa. Helsinki ist gleichzeitig die größte Stadt Finnlands. Im Großraum Helsinki wohnen etwa 1,233 Millionen Einwohner, was gut ein Viertel der Gesamtbevölkerung Finnlands ausmacht. In Helsinki haben der Reichstag, die Regierung, eine Universität sowie ein evangelisch-lutherischer, ein römisch-katholischer und ein russisch-orthodoxer Bischof ihren Sitz.
Geografie
In Südfinnland am Finnischen Meerbusen (Ostsee) gegenüber der estnischen Hauptstadt Tallinn gelegen, erstreckt sich die „Weiße Stadt am Meer“ über mehrere Inseln. Helsinki ist als Zentrum der Region Helsinki eng mit den umliegenden Städten Espoo, Vantaa und Kauniainen sowie den angrenzenden Gemeinden verbunden.
Entfernungen zu anderen Kommunen im Ballungsgebiet Helsinki:
Geschichte
Helsinki wurde 1550 auf Befehl des Königs von Schweden Gustav I. Wasa am Flüsschen Vantaanjoki gegründet, um einen Konkurrenzhafen zum russischen Reval zu schaffen.
Reval
Ursprünglich war Helsinki eine mittelalterlich anmutende Stadt mit eng zusammenstehenden Holzhäusern. Weil Helsinki aber für die Schifffahrt ungünstig gelegen war, blieb seine Bedeutung lange Zeit sehr begrenzt. Das änderte sich auch nicht, als der schwedische Statthalter Per Brahe 1640 (andere Quelle: unter der Königin Christine von Schweden 1642) die Stadt näher an das Meer verlegen ließ.
Im Jahr 1710 raffte die Pest ein Drittel der Bewohner hin. 1728 brannte die Stadt größtenteils ab. Am 4. September 1742 fand hier die Kapitulation Schwedens unter Löwenhaupt statt; 1749 wurde die Festung Suomenlinna (schwed. Sveaborg) angelegt.
Am 2. März 1808 wurde Helsinki von Russland unter General Friedrich Wilhelm von Buxhoevden besetzt und ein Jahr darauf durch eine Feuersbrunst abermals fast ganz zerstört. Der Stadtbrand zerstörte mit 70 Holzhäusern fast zwei Drittel der Stadt, außerdem dezimierten Seuchen die Bevölkerungszahl immer wieder. Der Stadtbrand hatte für die Stadt eine keineswegs unangenehme Folge: Sie wurde völlig neu geplant und großzügig angelegt.
Am 8. April 1812 wurde Helsinki Hauptstadt von Finnland, als nach der Eroberung durch die Russen der Zar sich eine Hauptstadt für das Großfürstentum wünschte, die näher zu St. Petersburg (und damit zu Russland) lag. Die alte Hauptstadt Åbo unterlag dabei eindeutig.
Seit 1815 wurde der Grund zum späteren Umfang der Stadt gelegt; seit 1819 war sie Sitz des finnischen Senats und damit endgültig Hauptstadt des Großfürstentums.
Åbo
Seit 1918 ist Helsinki Hauptstadt der unabhängigen Republik Finnland.
Die Bombenangriffe im Winterkrieg richteten in Helsinki schwere Zerstörungen an. Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann Helsinki schnell an internationaler Bedeutung. 1952 war die Stadt Austragungsort der Olympischen Spiele und 1975 wurde hier der Grundstein für die KSZE gelegt.
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 31. Dezember 1940):
- zum Vergleich: Turku – 10.224
Politik
Stadtrat
Zusammensetzung seit 1996:
Wie in allen finnischen Städten ist auch in Helsinki der Stadtrat die höchste Entscheidungsinstanz bei lokalen Angelegenheiten. Dazu zählen Stadtplanung, Schulen, Gesundheitswesen und öffentlicher Verkehr. Der aus 85 Mitgliedern bestehende Rat wird auf vier Jahre gewählt.
Traditionell stellt die konservative Koalitionspartei die stärkste Fraktion im Stadtrat, gefolgt von den Sozialdemokraten. Bei der Wahl im Jahre 2000 gelang es jedoch der Grünen Liga, die in Helsinki finnlandweit am stärksten ist, den zweiten Platz einzunehmen. Derzeit fallen 75 % der Sitze auf diese drei Parteien.
Der Linke Flügel und die schwedische Volkspartei haben beide 7–8 % der Sitze. Obwohl eine der drei größten Parteien des Landes, hat die finnische Zentrumspartei wie in den meisten anderen Großstädten nur eine geringe Bedeutung.
Städtepartnerschaften
Deutsche Partnerstadt von Helsinki ist Berlin.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Berlin
Berlin
Dass Helsinki geistiges, wissenschaftliches und kulturelles Zentrum Finnlands ist, erkennt man nicht zuletzt an der Vielzahl von Bibliotheken und Museen, die es hier gibt. In Helsinki gibt es rund 80 Museen, knapp 60 Ausleihstellen der Stadtbibliothek, drei Symphonieorchester, die Finnische Nationaloper mit Ballett, das Nationaltheater, das Schwedische Theater und weitere Theaterensembles. Ende August, Anfang September ist Helsingfors Schauplatz der Helsingfors Biennale. Konzerte, Ausstellungen, Oper und Ballett von internationalem Rang werden dann veranstaltet. Im Fünfjahreszyklus findet zu Ehren von Jean Sibelius der Internationale Violinwettbewerb statt.
Helsinki gilt als Hochburg des Klassizismus. Beispiele hierfür sind der Dom, erbaut zwischen 1830 und 1852 im Empirestil, das alte Senatsgebäude (Senaatintori) und die Universität, alles Werke des Architekten Carl Ludwig Engel, der sich St. Petersburg zum Vorbild nahm.
Man findet hier aber auch modernere Architektur, so z. B. den im Jugendstil gehaltenen Hauptbahnhof Helsinki, den finnischen Reichstag, das Konzerthaus Finlandia oder die in den Stein gesprengte moderne Felsenkirche Temppeliaukion kirkko. Das Olympiastadion ist eines der funktionalistischen Bauwerke der Stadt. Ebenfalls sehenswert ist die Uspenski-Kathedrale. Sie ist die größte orthodoxe Kathedrale Nordeuropas. Für die musikgeschichtlich Interessierten lohnt sich die Besichtigung des Sibelius-Denkmals, das zu Ehren des Komponisten Jean Sibelius aus über 600 Stahlröhren errichtet wurde. Ein beliebter Treffpunkt der Bevölkerung ist der Südhafen mit dem Marktplatz Kauppatori. Dort steht auch eine der bekanntesten Statuen der Stadt, Havis Amanda.
Havis Amanda
Als Hauptattraktion Helsinkis gilt jedoch dessen landschaftliche Lage an der Schärenküste mit vielen vorgelagerten Inseln. Auf einer der Inseln, Korkeasaari, liegt der Zoo der Stadt.
Auf mehreren der Stadt vorgelagerten Inseln befinden sich die Festungsanlagen Suomenlinna aus dem 18. Jahrhundert, die Weltkulturerbe der UNESCO sind.
Siehe auch: Helsinki-Slang
Wirtschaft und Infrastruktur
Helsinki ist Industriestandort für die Maschinen-, Textil-, Tabak-, Porzellan- und Zuckerindustrie. Der Hafen exportiert finnische Erzeugnisse in alle Welt, außerdem ist er Ankerplatz für die vielen Fischer, die die gefangenen Ostseeheringe („Silakka“) jeden Morgen am Kai direkt vom Schiff aus verkaufen.
Verkehr
Helsinki-Slang
Helsinki-Slang
Helsinki-Slang
Der Hafen von Helsinki ist ein wichtiger Fährhafen für den Fracht- und Personenverkehr (Linienverbindungen u. a. nach St. Petersburg, Stockholm und Tallinn). Daneben betreibt die Fluggesellschaft Copterline auch eine Hubschrauberverbindung vom Hafen Helsinkis ins nahe Tallinn. Die Flugzeit beträgt lediglich 18 Minuten.
In Vantaa befindet sich der internationale Flughafen Helsinki-Vantaa. In Helsinki selbst gibt es einen Flughafen für die allgemeine Luftfahrt (Flughafen Helsinki-Malmi). Außerdem ist Helsinki Hauptknotenpunkt des finnischen Eisenbahnverkehrs (Finnische Staatseisenbahn) und hat den größten Busbahnhof des Landes (unterirdisch im 2005 eröffneten Kampin keskus).
Der städtische Personennahverkehr wird neben der U-Bahn Helsinki mit der Straßenbahn Helsinki und Bussen durchgeführt. Im Regionalverkehr besteht neben der S-Bahn Helsinki ein leistungsfähiges Netz von Regionalbussen.
Helsinki ist nördlicher Endpunkt der E67 „Via Baltica“.
Bildung
Helsinki hat neun Hochschulen und Universitäten. Die größte Bedeutung haben die Universität Helsinki und die (heute in Espoo beheimatete) Technische Universität Helsinki.
Die weiteren Hochschulen sind:
- Akademie der Schönen Künste Helsingfors
- Helsingfors Wirtschaftsschule
- Hochschule für Kunst und Design Helsinki
- Sibelius-Akademie
- Schwedische Schule für Wirtschaft und Geschäftsverwaltung
- Theaterakademie Finnland
- Universität der finnischen Armee
Söhne und Töchter der Stadt
- Adolf Erik Nordenskiöld (1832–1901), Polarforscher
- Kaarle Krohn (1863–1933), Folklorist
- Ernst Leonard Lindelöf (1870–1946), Mathematiker
- Artturi Ilmari Virtanen (1895–1973), Biochemiker und Chemie-Nobelpreisträger
- Ragnar Granit (1900–1991), Neurophysiologe und Nobelpreisträger
- Georg Malmstén (1902–1981), Sänger, Musiker, Komponist, Orchesterleiter und Schauspieler
- Lars Valerian Ahlfors (1907–1996), Mathematiker
- Mika Waltari (1908–1979), Schriftsteller
- Einojuhani Rautavaara ( - 1928), Komponist
- Anders Cleve (1937–1985), Schriftsteller
- Tove Skutnabb-Kangas ( - 1940), Linguistin und Pädagogin
- Tarja Halonen ( - 1943), finnische Staatspräsidentin
- Heikki Westerinen ( - 1944), Schachspieler
- Matti Pellonpää (1951–1995), Schauspieler
- Magnus Lindberg ( - 1958), Komponist
- Esa-Pekka Salonen ( - 1958), Dirigent und Komponist
- Kati Outinen ( - 1961), Schauspielerin
- Outi Mäenpää ( - 1962), Schauspielerin
- Mika Salo ( - 1966), Autorennfahrer
- Linus Torvalds ( - 1969), Gründer des freien Software-Projekts Linux
Weblinks
- [http://www.hel.fi/deutsch/index.html Website der Stadt] (mehrsprachig)
Kategorie:Hauptstadt in Europa
Kategorie:Ort in Finnland
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Slowenische Sprache
Slowenisch ist eine Sprache aus dem slawischen Zweig (siehe südslawische Sprachen) der indogermanischen Sprachen.
Ungefähr 2 Millionen Menschen in Slowenien sprechen Slowenisch als Muttersprache; dort ist es Amtssprache. Seit dem 1. Mai 2004 ist Slowenisch auch eine der Amtssprachen in der EU. Darüber hinaus wird es noch in Teilen Österreichs, insbesondere in Kärnten (die Anzahl der Kärntner Slowenen in Südkärnten beträgt rund 20.000) und in Italien (Gebiet um Gorizia, Resia-Tal, Kanaltal, Collio, Triest) sowie in Teilen Westungarns (Komitat Vas) als Muttersprache gesprochen. Die Sprecher bezeichnen sich selbst als Slovenci, ihre Sprache als slovenščina.
Die Sprache wird mit dem lateinischen Alphabet geschrieben.
Umstritten ist die Bezeichnung windisch.
Sprachgeschichte
Die frühesten slowenischen Textdokumente sind die Brižinski spomeniki (Freisinger Denkmäler), welche man im bayrischen Freising fand. Diese Mischung aus homiletischen und liturgischen Schriften war wahrscheinlich ein bischöfliches Handbuch. Man nimmt an, dass das Freisinger Denkmal aus der Zeit um 1000 n. Chr, stammt.
Slowenisch war lange Zeit eine zweitrangige Sprache in der Österreich-Ungarischen Monarchie. Bis 1918 war es vor allem durch die Deutsche Sprache in zahlreichen Bereichen wie Verwaltung und Wissenschaft zurückgedrängt.
Um 1900 nahm man die alte Schrifttradition wieder auf und entwickelte eine puristische (Germanismen entfernende) Sprachform, wobei Wortschatzentlehnungen gezielt aus anderen slawischen Sprachen erfolgten. Der Revolutionär Ljudevit Gaj wollte in der ersten Hälfte des 19. Jh. alle Südslawischen Sprachen unter einer politischen Führung zusammenbringen. Doch Slowenien lehnte diesen Illyrismus ab.
In dieser Zeit erfuhr das Slowenische zudem eine literarische Blüte durch France Prešeren.
Kodifizierung
Die Kodifizierung der slowenischen Sprache erfolgte durch die Grammatiker Škrabec und Ramovš um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert.
Um 1919 wurde die Laibacher Universität gegründet. Die Sprachwissenschaftler Fran Miklošič und Jernej Kopitar wurden zu den Vätern der Slowenischen Sprache.
Dabei wurde die Zugehörigkeit des slowenischen Volkes umstritten diskutiert:
- Windischen-Theorie: Slowenen gehören nicht zur Ethnie der Südslawen.
- Wenden-Theorie: Slowenen gehören nicht zur Ethnie der Ungarn.
Auch später war man um eine Integrierung der Slowenen in die Mitteleuropäisch-Österreichische Kultur bemüht, z. B. durch Kurt Schuschnigg (Österreichischer Bundeskanzler). Auf der anderen Seite wurde der Versuch einer gemeinsamen Serbo-Kroatisch-Slowenischen Schriftsprache unternommen. Als 1929 das Königreich Jugoslawien ausgerufen wurde, fürchtete man um das Slowenische und gründete 1938 eine eigene Akademie der Wissenschaften. 1941 wurde Slowenien durch die Achsenmächte (Deutschland/Italien/Ungarn) zerschlagen.
Alphabet
Das Slowenische Alphabet verwendet die Buchstaben:
A, B, C, Č, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, R, S, Š, T, U, V, Z, Ž.
In der Wikipedia werden die Buchstaben Č, Š, Ž folgendermaßen kodiert:
- Č: Č (groß), č (klein)
- Š: Š (groß), š (klein)
- Ž: Ž (groß), ž (klein)
Ausgesprochen werden sie so:
- č wie deutsches tsch in "klatschen"
- š wie deutsches sch in "schade"
- ž wie (französisches) g in "Garage"
Grammatik
Slowenisch ist eine flektierende Sprache. Die Beziehung des Wortes zum Satz wird hauptsächlich durch äußere Flexion ausgedrückt. Daraus ergibt sich eine sehr freie Satzstellung. Üblich ist jedoch, wie im Deutschen, die Reihenfolge SPO.
Eine Besonderheit ist die Zweizahl (Dual, Dvojina)
Nomen
Nomen werden durch Deklination markiert nach Fall, Zahl und Geschlecht. Diese drei Eigenschaften werden gemeinsam durch eine Nachsilbe (Suffix) ausgedrückt.
Fälle
Im Slowenischen sind von den acht urindogermanischen Fällen sechs erhalten:
#Nominativ (Imenovalnik)
#Genitiv (Rodilnik)
#Dativ (Dajalnik)
#Akkusativ (Tožilnik)
#Lokativ (Mestnik)
#Instrumental (Orodnik)
- Einzahl
- Zweizahl
- Mehrzahl
Wie im Deutschen gibt es die grammatischen Geschlechter Maskulin (Männlich), Feminin (Weiblich), und Neutrum (Sächlich), die oft nicht mit dem Natürlichen Geschlecht übereinstimmen.
Deklinationen
Es gibt vier Grunddeklinationen, mit bedeutenden Ausnahmen:
- Männlich
- Weibliche Nomen auf -a
- Zweite Weibliche Deklination
- Sächliche Deklination
Adjektiv
Das Adjektiv steht unmittelbar vor dem Substantiv, auf das es sich bezieht und stimmt mit ihm in Fall, Zahl und Geschlecht überein. Die Adjektivdeklination unterscheidet sich geringfügig von der der Substantive.
Im Slowenischen gibt es die Zeiten
- Gegenwart
- Vergangenheit
- Zukunft.
Wegen der Ähnlichkeit in der Bildung sei in diesem Zusammenhang auch der Konjunktiv erwähnt.
Um Abgeschlossenheit beziehungsweise Dauerhaftigkeit auszudrücken, bedient sich das Slowenische, ähnlich dem Russischen, der Aspekttrennung. Dies erklärt, warum das Slowenische nur drei Zeiten benötigt, im Gegensatz zum Deutschen oder gar Englischen, wo die Wahl der Zeitform ein wichtiges Stilmittel ist.
Wortschatz
Das Slowenische hat, wie die meisten Sprachen Europas, Fremdwörter aus folgenden Sprachen entlehnt:
- Griechisch
- Latein
- Französisch
- Italienisch
- Tschechisch
- Stroj: Maschine
- Sokol: Falke
- Deutsch, z.B:
- Krompir: Erdapfel (Grundbirn)
- Nagelj: Nelke (Gewürznagel)
- Englisch, z.B:
- Šport: Sport
Das Deutsche hat aus dem Slowenischen übernommen:
- Jause von južina; Dieses Wort kann aber auch aus dem Serbischen/Kroatischen/Bosnischen ins Deutsche aufgenommen worden sein.
- Doline von Dolina (das Tal); Dieses Wort kann aber auch aus dem Serbischen/Kroatischen/Bosnischen ins Deutsche aufgenommen worden sein.
- Polje (das Feld); Dieses Wort kann aber auch aus dem Serbischen/Kroatischen/Bosnischen ins Deutsche aufgenommen worden sein.
Daneben sind ins Kärntnerische einige slowenische Wörter eingegangen.
Aussprache
Slowenisch wird in Lateinschrift geschrieben, und die Ausspracheregeln sind in ihrer Schlichtheit mit Italienisch oder Latein vergleichbar.
Eine Schwierigkeit besteht darin, dass das Slowenische über freien Akzent verfügt, der sich auch in der Schreibung nicht niederschlägt. Eine genauere Schilderung sollte früher oder später unter http://de.wikibooks.org/wiki/Slowenisch entstehen.
Mundarten
Da das slowenische Sprachgebiet durch die Jahrhunderte selten eine politische Einheit bildete und stets vom Deutschen als Schriftsprache bedrängt war, bildeten sich zahlreiche sehr unterschiedliche, aber auch sehr ursprüngliche Mundarten heraus. Diese lassen sich zusammenfassen zu
Sieben Gruppen:
Kärntnerisch
slow. Koroško
Der Kärntner Mundartenzweig des Slowenischen greift über die heutigen Grenzen Kärntens hinaus. Er wurde und wird im Gebiet des Kärntens vor 1914 gesprochen. Daneben in der Gemeinde Rateče (Ratschach, mit dem vom Schispringen her bekannten Ortsteil Planica), die in der Oberkrain (Gorenjska) liegt, sowie im untersteirischen Drautal.
Es lässt sich gliedern in
- Jauntalerisch
- Rosentalerisch
- Gailtalerisch
Als Untergruppe des Jauntalerischen kann man die Obirmundart sehen, die unter Einfluss des Oberkrainerischen steht.
Die Kärntnerischen Mundarten sind besonders ursprünglich.
Steirisch
slow. Štajersko
Oberkrainerisch
slow. Gorenjsko
Unterkrainerisch
slow. Dolenjsko
Primorsko
In der Primorska, dem Küstenland
Prekmursko
Im Prekmurje, dem Übermurgebiet
Rovtarsko
Prleško
In der Region Prlekija (in der slowenischen Steiermark)
Siehe auch
- Sprache
Weblinks
- [http://www.rrz.uni-hamburg.de/slowenisch/ Online-Wörterbuch Slowenisch-Deutsch-Slowenisch]
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Kategorie:Slawische Sprache
ja:スロベニア語
ko:슬로베니아어
Kategorie:Geboren 1550
Wilhelm ZepperWilhelm Zepper ( - 2. April 1550 in Dillenburg; † 20. August 1607 in Herborn) war reformierter Theologe. Es wirkte als Hofprediger und Professor in Herborn.
Leben
Der Sohn des Herborner Ratsherren Konrad Zepper († 1582) und seiner Gattin Walpurga, geb. Wyß, heiratete 1573 Gutha Hatzfeld aus Dillenburg (1555 bis 1607).
Schon im Kindesalter war er mit den aus Dillingen stammenden Eltern nach Herborn, dann nach Siegen verzogen. Er besuchte die Lateinschule in Herborn, ab 1565 studierte er Theologie in Marburg und Wittenberg. Danach war er seit 1568 in Herborn erst Lehrer, dann ab 1572 Kaplan. 1573 wechselte er als solcher in seinen Geburtsort Dillenburg, ab 1582 war er erster Pfarrer und Hofprediger. Seit 1594 wieder in Herborn, wurde er dort ab 1599 Professor der praktischen Theologie, zugleich Oberpfarrer und Inspektor. Zepper schuf erstmals eine systematische Ordnung des reformierten Kirchenrechts und organisierte das reformierte Kirchen- und Schulwesen über die Grenzen der Grafschaft Nassau-Dillenburg hinaus.
Wilhelm Zepper starb 1607 an der Pest. Sein Sohn Martin Konrad Zepper (1589-1667) wurde nach dem Tod seiner Eltern vom Rektor der Universität Giessen, D.Dr. Siegmund Follen, welcher mit Wilhelm Zepper eng befreundet war, adoptiert und nach dem Abschluss des Gymnasiums und einem Studium der Theologie zum Priester geweiht, wurde Bischof von Fulda und im Jahre 1650 durch Papst Innozenz X. zum Kardinal ernannt.
Literatur
- Otto Renkhoff: Nassauische Biographie. Wiesbaden 1992, S. 896.
Weblinks
-
Zepper, Wilhelm
Zepper, Wilhelm
Zepper, Wilhelm
Zepper, Wilhelm
Zepper, Wilhelm
25. MaiDer 25. Mai ist der 145. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 146. in Schaltjahren) - somit bleiben 220 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1085 - Alfons VI. (Kastilien) erobert Toledo in Spanien von den Mauren zurück.
- 1810 - Bewaffnete Bürger der Stadt Buenos Aires (Argentinien) vertreiben den Vizekönig und erklären die Unabhängigkeit.
- 1853 - Argentinien. Die Provinzen des La Plata-Gebiets werden zur "Argentinischen Konföderation".
- 1874 - Japanische Truppen landen auf der Insel Taiwan. Abzug nach einer Einigung mit Peking.
- 1895 - Oscar Wilde wird wegen 'Unzucht' (Homosexualität) zu zwei Jahren schwerer körperlicher Zwangsarbeit verurteilt.
- 1946 - Jordanien wird von Großbritannien unabhängig.
- 1955 - George Band und Joe Brown gelingt die Erstbesteigung des 8.586 m hohen Kangchenjunga.
- 1963 - Äthiopien. In Addis Abeba wird die OAU (Organisation für die Afrikanische Einheit) gegründet
- 1979 - Finnland. Mauno Koivisto wird zum zweiten Mal Regierungschef.
- 1981 - In Kuwait gründen Kuwait, Saudi-Arabien, Oman, Bahrain, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten den Golfkooperationsrates (GCC).
- 1993 - Das UN-Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien wird gegründet.
- 1993 - Guatemala. Staatspräsident Jorge Serrano Elías löst das Parlament und den Obersten Gerichtshof auf. Darauf folgt ein Militärputsch und die Entmachtung des Präsidenten.
- 1995 - Bosnien und Herzegowina. Kampfflugzeuge der NATO beschießen ein Munitionslager der Serben in Pale.
- 1996 - Der ehemalige bulgarische Zar Simeon II. besucht erstmalig nach dem 2. Weltkrieg Bulgarien.
- 1997 - In Polen wird mittels Volksabstimmung die neue Verfassung angenommen.
- 2000 - Kroatien wird Mitglied im PfP (Partnership for Peace) der NATO.
- 2000 - Israel beendet mit dem Rückzug der letzten Truppen die 22-jährige Besetzung des Süd-Libanon.
- 2002 - Tallinn, Estland. Der Eurovision_Song_Contest wird erstmals im Baltikum ausgetragen.
- 2003 - In Argentinien wird Dr. Néstor Kirchner - der Provinzgouverneur von Santa Cruz in Patagonien - Staatspräsident, nachdem sich Carlos Menem der Stichwahl entzieht.
- 2004 - Gründung des AU-Sicherheitsrates am Hauptsitz der Afrikanischen Union in Addis Abeba (Äthiopien).
Wirtschaft
Wissenschaft, Technik
- 1998 - Das erste Einzelteleskop des Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte auf dem Cerro Paranal in Chile liefert seine ersten Bilder aus dem Weltall.
Kultur
- 1781 - Uraufführung der Oper Die Entführung aus dem Serail von Johann André im Döbbelins Theater in Berlin.
- 1953 - Uraufführung der Oper The Harpies von Marc Blitzstein in New York.
- 1973 - Der Spielfilm "Das große Fressen" ("La grande bouffe") von Marco Ferreri verursacht bei den Filmfestspielen in Cannes einen Skandal.
Religion
Katastrophen
- 1865 - 300 Menschen werden getötet, als in Mobile (Alabama) ein Munitionslager explodiert.
- 1923 - Ein Erdbeben der Stärke 5,7 im Iran fordert ca. 2.200 Menschenleben.
- 1979 - Chicago, Illinois: Ein Verkehrsflugzeug vom Typ McDonnell Douglas DC-10 verliert während des Starts vom O'Hare International Airport ein Triebwerk und stürzt ab. Alle 271 Menschen an Bord sowie zwei am Boden sterben.
- 1985 - Bangladesch wird von einem Wirbelsturm und einer Sturmflut heimgesucht; ca. 10.000 Menschen sterben.
- 2002 - Eine Boeing 747-200 der China Airlines bricht in der Luft über der Taiwan-Straße auseinander. 225 Menschen verlieren ihr Leben.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1965 - Muhammad Ali verteidigt seinen Titel als Boxweltmeister im Schwergewicht in Lewiston (Maine), USA gegen Sonny Liston.
- 1972 - Joe Frazier gewinnt seinen Boxkampf gegen Ron Stander im Civic Auditorium, Omaha, durch technischen KO und wird damit Weltmeister im Schwergewicht.
- 1977 - Der FC Liverpool besiegt Borussia Mönchengladbach im Olympiastadion in Rom mit 3:1 und gewinnt den Europapokal der Landesmeister.
- 1983 - Der Hamburger SV besiegt in Athen Juventus Turin und gewinnt erstmals den Europapokal der Landesmeister.
- 2005 - Der FC Liverpool gewinnt mit 6:5 im Finale der UEFA Champions League in Istanbul (Türkei) gegen AC Mailand nach Elfmeterschießen.
Geboren
Elfmeterschießen
Elfmeterschießen
Elfmeterschießen
Elfmeterschießen
- 1510 - Elisabeth von Brandenburg
- 1572 - Moritz der Gelehrte, Landgraf von Hessen-Kassel
- 1663 - Johann Dientzenhofer, Bamberger Baumeister der Barockzeit
- 1759 - Franz Paul von Herbert, bekannter Kunstmäzen
- 1775 - Charlotte Johanna, portugiesische Königin
- 1778 - Claus Harms, deutscher protestantischer Theologe
- 1792 - Hans Georg Meyer, königlicher hannoverscher Generalleutnant
- 1803 - Edward Bulwer-Lytton, englischer Schriftsteller, Dichter und Politiker
- 1803 - Ralph Waldo Emerson, US-amerikanischer Philosoph und Dichter
- 1815 - Giovanni Abbate Caselli, italienischer Physiker
- 1818 - Jacob Burckhardt, schweizerischer Kulturhistoriker
- 1822 - Edmond De Goncourt, französischer Schriftsteller
- 1832 - Jules Blanchard, französischer Bildhauer
- 1846 - Naim Frashëri, albanischer Dichter
- 1848 - Helmuth Johannes Ludwig von Moltke, preußischer General
- 1849 - Tom Wiggins, blinder US-amerikanischer Musiker und Komponist
- 1863 - Heinrich Rickert, deutscher Philosoph und Universitätsprofessor
- 1864 - Anne Löwenstein-Wertheim, britische Flugpionierin
- 1865 - Friedrich August III. (Sachsen), der letzte König des Königreiches Sachsen
- 1865 - John Raleigh Mott, US-amerikanischer evangelischer Theologe
- 1865 - Pieter Zeeman, niederländischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1871 - Otto Dempwolff, deutscher Sprachwissenschaftler und Volkskundler
- 1874 - Abraham Oyanedel Urrutia, chilenischer Politiker
- 1881 - Augustin Bea, deutscher Kurienkardinal und Jesuit
- 1882 - Ernst von Weizsäcker, hochrangiger deutscher Diplomat und Politiker
- 1887 - Pater Pio, stigmatisierter Kapuzinerpater
- 1888 - Anatoli Nikolajewitsch Alexandrow, russischer Komponist
- 1888 - Max Becker, deutscher Politiker und MdB
- 1889 - Igor Sikorsky, US-amerikanischer Flugzeugbauer ukrainischer Herkunft
- 1892 - Josip Broz Tito, jugoslawischer Politiker
- 1894 - Jakob Joos, deutscher Physiker
- 1898 - Paul Frischauer, österreichischer Schriftsteller
- 1904 - Kurt Thomas, Komponist und Chorleiter
- 1904 - Lizzi Waldmüller, österreichische Filmschauspielerin und Sängerin
- 1909 - Alfred Kubel, deutscher Politiker, MdL und Ministerpräsident von Niedersachsen
- 1920 - Rudolf Lenz, österreichischer Schauspieler
- 1920 - Eugen Loderer, deutscher Gewerkschafter, Vorsitzender der IG Metall
- 1921 - Hal David, US-amerikanischer Songschreiber
- 1921 - Jack Steinberger, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1922 - Enrico Berlinguer, Generalsekretär der Italienischen Kommunistischen Partei
- 1924 - Heinrich Aigner, deutscher Politiker und MdB
- 1924 - Walter Schultheiß, deutscher Schauspieler, Autor und Maler
- 1926 - Kitty Kallen, US-amerikanische Sängerin
- 1926 - Max von der Grün, deutscher Schriftsteller
- 1927 - Norman Petty, US-amerikanisch Sänger und Songschreiber
- 1927 - Robert Ludlum, US-amerikanischer Schriftsteller, Schauspieler und Produzent
- 1929 - Werner Zeyer, CDU-Politiker, Ministerpräsident des Saarlandes
- 1936 - Bacharuddin Jusuf Habibie, indonesischer Politiker und Staatspräsident
- 1936 - Tom T. Hall, US-amerikanischer Sänger
- 1936 - Willfried Penner, Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages
- 1938 - John Davies, neuseländischer Leichtahtlet und Gewinner einer Olympiamedaille
- 1939 - Ian McKellen, britischer Film- und Theaterschauspieler
- 1939 - Klaus Naumann, ist deutscher General a.D. und Generalinspekteur der Bundeswehr
- 1941 - Vladimir Voronin, moldawischer Politiker und Staatspräsident
- 1942 - Brian Davison, britischer Musiker
- 1943 - Poli Palmer, britischer Musiker
- 1945 - Paul Schockemöhle, deutscher Springreiter
- 1945 - Klaus Zaczyk, deutscher Fußballspieler
- 1947 - Jessi Colter, US-amerikanische Sängerin
- 1947 - Mitchehell Margo, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Brian Eno, britischer Musiker
- 1948 - Klaus Meine, deutscher Rock-Musiker (Scorpions)
- 1949 - Jürgen Zeltinger, deutscher Musiker
- 1950 - Jean Millington, US-amerikanischer Musiker
- 1950 - Robert Steinhardt, US-amerikanischer Musiker
- 1951 - Hendrik Auhagen, deutscher Politiker und MdB
- 1952 - Petar Stojanov, bulgarischer Politiker und Staatspräsident
- 1955 - John Grimaldi, britischer Musiker
- 1958 - Paul Weller, britischer Sänger
- 1963 - Mike Myers, kanadischer Film-Schauspieler
- 1965 - Kai Helge Wirth, deutscher Geograf
- 1965 - Yahya Jammeh, Staatspräsident von Gambia
- 1969 - Anne Heche, US-amerikanische Schauspielerin
- 1971 - Georg Totschnig, österreichischer Radrennfahrer
- 1975 - Claire Castillon, französische Schriftstellerin
- 1975 - Lauryn Hill, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1976 - Stefan Holm, schwedischer Leichtathlet
- 1982 - Ezekiel Kemboi, kenianischer Leichtathlet und Olympiasieger
Gestorben
Ezekiel Kemboi
- 230 - Urban I., Papst
- 615 - Bonifatius IV., Papst von 608 bis 615
- 709 - Aldhelm von Sherborne, englischer Gelehrter und Dichter
- 967 - Murakami (Kaiser), 62. Kaiser von Japan
- 992 - Mieszko I., polnischer Piastenfürst
- 1085 - Papst Gregor VII. (infolge des Investiturstreits im Exil in Salerno)
- 1261 - Alexander IV., Papst ab 1254
- 1510 - Georges d'Amboise, französischer Kardinal und Staatsmann
- 1607 - Maria Magdalena de Pazzi, italienische Karmeliterin und Mystikerin
- 1648 - Antoine Le Nain, französischer Maler
- 1681 - Pedro Calderón de la Barca, spanischer Dramatiker
- 1693 - Marie-Madelaine de Lafayette, französische Schriftstellerin
- 1738 - Burkhard Gotthelf Struve, Polyhistor, Bibliothekar
- 1747 - Heinrich Johann Friedrich Ostermann, russischer Diplomat und Staatsmann
- 1776 - Johann Georg von Langen, deutscher Forst- und Oberjägermeister
- 1786 - Peter III., König von Portugal
- 1839 - Karl Joseph von Riccabona, Bischof von Passau
- 1856 - Rudolph Bay, dänischer Komponist
- 1862 - Johann Nestroy, österreichischer Dramatiker und Satiriker
- 1867 - Wilhelm von Kügelgen, Schriftsteller
- 1883 - Ciprian Porumbescu, rumänischer Komponist und Dirigent
- 1899 - Emilio Castelar y Ripoll, spanischer Historiker, Publizist und Politiker
- 1899 - Rosa Bonheur, französische Malerin
- 1907 - Franz Freiherr von Roggenbach, badischer Politiker
- 1911 - Wassili Kljutschewskij, russischer Historiker
- 1913 - Alfred Redl, österreichischer Doppelspion
- 1924 - Federico Boyd, vierter Staatspräsident Panamas
- 1929 - Josef Müller, Schweizer Spitalpfarrer und Sammler von Volkssagen
- 1934 - Gustav Holst, britischer Komponist
- 1936 - Ján Levoslav Bella, slowakischer Komponist
- 1939 - Gustav Jacoby, deutscher Humorist
- 1942 - Emanuel Feuermann, österreichischer Cellist
- 1945 - Demjan Bednyi, russischer Schriftsteller
- 1948 - Theo Morell, deutscher NS-Arzt
- 1951 - Paula von Preradović, österreichische Schriftstellerin
- 1952 - Ettore Tolomei, italienischer Nationalist
- 1953 - Hermann Bruse, deutscher Maler und Graphiker
- 1954 - Robert Capa, ungarisch-französischer Fotograf
- 1956 - Johann Radon, österreichischer Mathematiker
- 1964 - Heinz Steguweit, deutscher Schriftsteller
- 1965 - Sonny Boy Williamson II., US-amerikanischer Musiker
- 1968 - Georg von Küchler, deutscher Generalfeldmarschall im zweiten Weltkrieg
- 1972 - | | |